niederschmetternde Zahlen
Juli 21st, 2008 von AndreasDiese Zahlen sollten zum Nachdenken anregen und unter anderem Einfluß auf unser Kaufverhalten bei den sogenannten Billigprodukten aus dem Ausland haben:
In vielen Ländern gibt keinen Arbeitsschutz, wie wir ihn in Deutschland und anderen hochentwickelten Ländern gibt. Z.B. können wie die 32 Arbeiter in einem chinesischen Stahlwerk nicht mehr nach dem Arbeitsschutz fragen, die unter 1.500 Grad heißem flüssigen 30-Tonnen Stahl verbrand sind.
Auch können wir nicht die rund 6.000 Toten fragen, die an mangeldem Arbeitsschutz direkt oder indirekt -z.B. die die Folgen von giftigen Arbeitsmitteln- täglich sterben.
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat ermittelt, dass jährlich rund 2,2 Millionen Menschen weltweit bei der Arbeit versterben!
Wo wir bei dem Beispiel China waren, kann man dort allein jährlich mit 20.000 Toten rechnen, die durch mangelnden Arbeitsschutz sterben.
Wenn wir diese Zahlen genauer betrachten, verstirbt alle 15 Sekunden ein Mensch durch seine Arbeit. Das sind pro Tag 6.000 Menschen.
Das heißt, es sterben derzeit mehr Menschen durch ihre Arbeit, als durch die Folgen eines Krieges!
Neben den direkten Toten gibt es weltweit jährlich 160 Millionen Menschen, die durch die Folgen der Arbeit arbeitsunfähig werden…
Im Vergleich steben in Deutschland “nur” rund 600 Menschen in Folge von Arbeitsunfällen direkt oder indirekt.
Diese Zahlen sollten wir uns ansehen und an jeden einzelnen Menschen denken, der -vor allem durch die Kaufwut von Billigprodukten- in den Billiglohnländern verstirbt.
Industrie und Handel setzen bewußt auf die schlechten Bedingungen in den Billiglohnländern, um Kosten zu reduzieren und der reichen Bevölkerung billige Produkte (die sie wohl nicht zwingend benötigen) anzubieten.
Ich frage mich, warum nicht auf diesen Produkten -vergleichbar der Verpackung von Zigaretten- ein Warnhinweis als Logo aufgedruckt wird: “Achtung! Bei der Herstellung von diesem Produkt sterben jährlich 10 Menschen und 15 werden jährlich arbeitsunfähig ohne soziale Absicherung”.
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