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Strafanzeige gegen die BRD und Länder (-behörden)

Oktober 12th, 2011 von Admin

Seit einigen Tagen überschlagen sich die Medien. Ursprung ist eine “harmolse” Meldung des Chaos Computer Club (CCC), dem eine Schadsoftware zugespielt wurde.

Mit der Analyse zeigte sich dann, es kann sich bei der Software nur um den sogenannten Bundestrojaner handeln. D.h. man konnte nun im Wirkbetrieb diese Spionage-Software begutachten und hat es sogar geschafft, die Software im “Betrieb” zu testen. Die Software hat derart viele Sicherheitslücken, dass sich neben Behörden auch Kriminelle dieser Funktionen zu Eigen machen können. Fachleute sprechen davon, dass diese Software dilettantisch programmiert ist. Erbeutete Daten werden in den USA auf Servern abgelegt…

Die Analyseergebnisse sind also Haarestreubend und an Unfassbarkeit kaum zu überbieten!
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Aktionen zum Zensus2011

April 19th, 2011 von Andreas

Volkszählung 2011

Mit den Stimmen der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD legte der Deutsche Bundestag im Jahr 2009 mit dem Zensusgesetz 2011 eine Volkszählung fest, für die bereits umfangreiche Vorbereitungen und Datensammlungen laufen. Die Volkszählung startet im Mai 2011.

Es werden rund 30% der Bevölkerung direkt per Fragebogen über die Post bzw. durch sogenannte “Volksbefrager” befragt.

Die Volkszählung 2011 stützt sich, anders als 1987, vor allem auf die Zusammenführung der Datensammlungen der Meldeämter und der Bundesagentur für Arbeit. Diese werden gespeichert und mit Hilfe von vereinheitlichen Ordnungsnummern verknüpft und mit Daten aus dem gleichzeitig neu erstellten Wohnungsregister zusammengeführt. Dazu müssen alle Eigentümer von Gebäuden und Wohnräumen detaillierte Angaben zu Eigentumsverhältnissen, Größe und Ausstattung der Wohnungen und zu den Mietern machen.
Ein Widerspruch kann nicht eingelegt und die Auskunft darf nicht verweigert werden.
Ein Entrinnen ist kaum möglich, und wenn dann mit Bussgeld/Ordnungsgeld verbunden.

ABER!
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Über 150 Atommüll Transporte in NRW?

Januar 30th, 2011 von Andreas

Wie bei “Neues Deutschland” zu lesen war, stehen NRW bis zu 152 (!!) Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll in 2011 und 2012 bevor!
Der Müll soll von Jülich (Aachen) in das Zwischenlager in Ahaus (Münster) transportiert werden.

Da steht die Frage im Raum “Warum diese gefährlichen Transporte?” , “Ist das wirklich notwendig?”.
Nein, dass ist NICHT notwendig. 2013 läuft eine Genehmigung für Jülich aus, den Atommüll vor Ort beim Versuchsreaktor (AVR 1967 bis 1988 in Betrieb) in Jülich zu lagern. Dies bedeutet, wenn man die Genehmigung nicht verlängert, dass 152 Castorbehälter zu einem anderen Zwischenlager transportiert werden müssen. Es wäre aber ein Leichtes, die Genehmigung so lange fortzuführen, bis eine endgültige Lösung für den Atommüll gefunden wurde – wenn sie jemals gefunden wird. Je Transport können ein bis zwei Castoren auf die Reise gehen. Das wäre also über 70 bzw. über 150 Transporte.

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass mit den Transporten für Ahaus Fakten schaffen möchte, die das dortige Atom-Zwischenlager zu einem Endlager machen sollen. Doch als gäbe es dort nicht schon genug Probleme!

Die Entscheidung zur Verlängerung der Lager-Genehmigung trifft das Bundesamt für Strahlenschutz, nicht die Landesregierung NRW! Das bedeutet, die Bundesregierung muss hier einlenken. Doch die Schwarz-Gelbe-Koalition wird hier nicht nachgeben. Nun könnte die Rot-Grüne-Landesregierung den Aufstand proben. Die Grünen täten gut daran, wenn sie ernsthaft als “Dagegen-Partei” bei den Atom-Fragen glaubhaft bleiben möchte.

Noch einiges zum Jülich
Von 1967 bis 1988 hat der Versuchsreaktor AVR (Arbeitsgemeinschaft VersuchsReaktor) Anstrengungen unternommen, die sogenannte Hochtemperaturreaktoren zur Serienreife zu bringen. Doch dies ist nie geglückt! Viel schlimmer, denn 1978 entging das Versuchs-AKW nur knapp dem atomaren Super-GAU (Größten Anzunehmenden Unfal), als 30.000 l Wasser unkontrolliert in den Reaktorkern liefen. Wie immer wurde dieser Zwischenfall vertuscht und ist erst 2008 an die Öffentlichkeit gedrungen.

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Augenzeuge bei der Anti-Atom Demo in Grohnde

Januar 18th, 2011 von Andreas

Für Samstag, dem 15.01.2011, hat das Anti-Atom-Plenum Weserbergland aus Hameln eine Anti-Atom-Demo organisiert. Durch soziale Netzwerke und Mund-zu-Mund-Propaganda hat sich diese Nachricht in ganz Deutschland schnell verbreitet.

Wir laden zur angemeldeten Demonstration mit "Probesitzen" vor dem AKW Grohnde ein. Treffen: Am 15. Januar 2011 um 13 Uhr am Bahnhof Emmerthal. Dort startet die gemeinsame Wanderung zum AKW mit anschließendem gemeinsamen "Probesitzen" ab ca. 14 Uhr vor dem AKW bis ca. 16 Uhr.

Von Münster bis Braunschweig, von Bielefeld bis Göttingen haben sich aktive Atom-Protestler angesagt. Gerade aus Bielefeld gibt es derzeit viel Protest, denn die von der Grün-Roten Stadtverwaltung ist die Stadt Bielefeld über die Stadtwerke mit fast 20% beteiligt. Aber auch zahlreiche Landwirte wollten mit ihren Traktoren den Widerstand der ländlichen Bevölkerung repräsentieren – auch Bauern aus dem Wendland (Bäuerliche Notgemeinschaft) haben sich mit einer Delegation für den Widerstand angekündigt.

Klasse! Da musste ich auch hin. Also los :-)

Ich war ca. 30 Minuten vor dem Demobeginn um 12:30 Uhr angekommen. Überall die gelben Fahnen, nette Leute und tolle Stimmung. Ja näher ich dem Bahnhofsgelände kam, desto lauter wurde es – desto mehr Leute waren zu sehen! Überrascht war ich auch von den vielen Treckern – überall Trecker!

Es war dann auch gleich ein kleiner Stand zu sehen, dort konnten sich die Teilnehmer der Demo auf den “letzten Drücker” mit Material ausstatten. T-Shirts, Pullies, Fahnen, Infoblätter, Aufkleber -einfach alles was man so braucht.
Schöne handgemachte Musik war im Hintergrund zu hören.
Kurz vor 13 Uhr knackte das Mikrofon und der Veranstalter sprach zu den Menschen: “Es sind zu viele Trecker da. Bitte passt auf, es dauert noch.” Etwas später “Ich glaube, wenn die Trecker beim AKW ankommen, gehen wir hier erst los”. Lautes Gelächter.
Doch diese Aussage zeigte mit eines: der Widerstand ist auch im Weserbergland angekommen. Ich bekam Gänsehaut! “DAS IST DER HAMMER!” fuhr es mir durch den Kopf.

Dann sah ich ein Kamera-Team von der ARD. Die waren bis zur letzten Minute da. “Super Arbeit machen die” habe ich mir immer wieder gesagt, wenn ich das Thema dann mehrmals bei der Arbeit beobachten konnte. “Ob es da noch eine Doku gibt?”
Später konnte man auch den NDR sehen. Die haben viele Interviews gemacht. Doch wo waren die Kollegen von RTL, ProSieben oder auch ZDF. Nix. “Naja, AntiAtom ist wohl nicht so das Ding dieser Sender” sagt einer der Demonstranten, dem es ebenfalls aufgefallen war.

Worum geht es eigentlich bei der Demo, wurde gefragt. Es gab Flyer, die verteilt wurden. Hier der Link auf den Flyer. Dort wird unter anderem beschrieben, dass EON für das erste Quartal 2011 ein Transport von MOX Brennstäben von England nach Deutschland ins AKW Grohnde beantragt hat. Eine Genehmigung liegt bisher nicht vor.
Es wäre der erste MOX-Transport aus Sellafield seit 1996! Es geht um 400 kg Plutonium – das Material für ca. 40 bis 50 Atombomben! Und das wird quer durch Europa gefahren. Das Risiko ist unkalkulierbar…

Doch was sind MOX Brennstäbe eigentlich?
Es sollen 16 der “plutoniumhaltige Mischoxid” (MOX) Brennelementen mit wahrscheinlich 3 LKW‘s aus dem Atomkomplex Sellafield in das Atomkraftwerk Grohnde transportiert werden. Diese Brennstäbe kommen aus der “Wiederaufarbeitung“. Ein tolles Wort. Es ist Neusprech für die Überarbeitung und Verdichtung von Brennstäben, bei denen teilweise militärisch nutzbare Bestandteile herausgelöst werden. Aus der Wiederaufarbeitung eines MOX-Brennelements werden ca. 20 KG atomwaffenfähiges Plutonium gewonnen. Wichtig die Info: mit 6 KG kann man eine Atombombe bauen!
Was auch noch nennenswert ist: MOX-Brennstäbe können nur in Kraftwerken des Typs “Schneller Brüter” verwendet werden. Doch wo gibt es in Deutschland so ein AKW? NIRGENDSWO!
Hä?!!!
Ja, wir bekommen aus England Brennstäbe, die wir in Deutschland NICHT verwerten können?! Unfassbar oder?

Nun zurück zur Demo:
Nach dem sich die Trecker aufgestellt haben, geht’s los. Unglaublich wie viele Menschen hier unterwegs sind! Ich schätzt es sind ca. 600. Später gab es die Durchsage vom Veranstalter, man hätte 2.200 Demonstranten gezählt. Ratet mal, was die Polizei geschätzt hat: auf Anfrage von mir die Aussage “so ungefähr 300″ – lächerlich!

Der Tross der Aktivisten und Demonstranten zog durch Emmerthal. Auf halben Weg gab es dann noch eine tolle Aktion! Einen Flashmob! Alle Demonstranten legten sich wie tot auf die Straße. “Wir wollten zeigen, wie es aussieht, wenn hunderte tot auf der Straße liegen, wenn es zu einem Atom-Zwischenfall in dem AKW kommen sollte.” sagte eine der Helfer, die hier für etwas Ordnung gesorgt haben.
Dann setzt sich die Menschenmasse mit dem Fahnenmeer wieder in Bewegung. Laut hörte man immer wieder die Rufe an die vielen Passanten am Straßenrand: “Bürger, lasst das Glotzen sein, reiht Euch in die Demo ein.”

Nach ca. 1,5 Stunden standen wir vor dem AKW Grohnde. Die beiden Kühltürme direkt vor der Nase war schon sehr imposant. Die kleine Kuppel daneben sah lächerlich aus. Doch das ist der Herd des Teufels, die Brennkammer der atomaren Stromgewinnung!
Das Gelände ist groß. Die Halle, in der schon zahllose Brennelemente und Atommüll lagern konnte ich nicht sehen.
Doch es ist unfassbar, dass oberirdisch der unglaublich gefährliche Atomschrott lagert. Völlig ungeschützt, nur in einer Blechhalle. Was würde passieren, wenn ein Flugzeug dort hinein stürzt. Was wäre, das für ein Angriffsziel für Terroristen. Die bräuchten lediglich eine Panzerfaust auf die Blechhalle richten und abfeuern. Ganz Europa wäre in kürzester Zeit verstrahlt. Rund um das AKW würden in wenigen Stunden hunderttausende Menschen sterben. Ich wollte es mir nicht weiter ausmalen und hörte die Worte der Redner.

Vor den Toren des AKW hatten die Veranstalter eine Bühne aufgebaut. Mit Musik und interessanten sowie informativen Reden wurde die Zeit bei guter Stimmung zu einem schlechten Thema verbracht. Mehrere Aussagen sind mir bis heute im Kopf und Gehör verblieben, wobei mir die Bilder der flatternden Fahnen der Anti-Atombewegung im Wind vor Augen bleiben:

Biobauer Allhoff-Cramer aus Detmold rief “Wir nutzen diese Giftmüll-Energie für lächerliche zwei Generationen und hinterlassen dieses verheerende lebensgefährliche Erbe.” Und an die Betreiber der Atomkraftwerke gewandt: “Wir tragen nicht länger das atomare Risiko für Eure Profite.”

“Atomkraft – nein danke. Eigentlich sollten die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Die erneute Verlängerung ist nur eine Sache zum Geld verdienen für die Atomlobby” so Hermann aus dem lippischen Dörentrup.

“Wir sind gegen die verantwortungslose Atompolitik. Zurzeit sieht da meine Zukunft nicht rosig aus” sagt die 15-jährige Maria Junker aus Detmold.
Rentner Hillien rief “Ich halte es für ein unbeschreibbares Unrecht, dass wir Atomkraft nutzen und Tausende von Jahren anderen die Kosten und Lasten tragen lassen.”

Maike Pannewitz aus Hameln fehlten eigentlich die Worte “Dieser klammheimliche Vorgang bezüglich der MOX-Brennelemente ist unzumutbar” Martin Kraemer war extra aus Kiew angereist “In Tschernobyl sind Tausende durch einen Unfall gestorben. Das soll hier nicht passieren und deshalb sind wir gegen Atomkraft.”

Hier noch ein paar Berichte von unseren Qualitätsmedien:
- NDR Beitrag als Flash und einige Infos.
- DEWEZET

Diese Meldung finde ich auch klasse. Ist von der Zeitung in Emmerthal. Statt aber neutral über die Demo zu berichten, wurde besser ein “neuer” Aspekt aufgedeckt. Toll und total unterinteressant! Lest selbst!

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Das Geheimnis der Bahncard – Erfahrungsbericht

Mai 14th, 2010 von Andreas

Neulich habe ich in einem Blog etwas über die Erlebnis beim Bahnfahren nachgelesen. Ich finde das echt schockierend, wo wir in Deutschland angelangt sind. Immerhin sprechen wir hier über ein teil privatisiertes Unternehmen, welches parallel zum individuellen Verkehr eine Umwelt verträgliche und sinnvolle Alternative darstellen soll!

Der Text und die Gegebenheit kommen von Anfang April 2010 von Julian Hoffmann.
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