September 12th, 2011 von Andreas
Derzeit gibt es viel Durcheinander und Stühle-Rücken im Hintergrund in der EZB und der Politik. Es zeigt sich immer mehr, dass die Unabhängigkeit der EZB -wie es die Deutschen in vielen Jahren sehr erfolgreich vorgelebt haben mit der Deutschen Bundesbank- von der Politik scheibchenweise aufgegeben wird. Gerade die Franzosen nehmen massiv Einfluss auf die Geld-Entscheidungen. Es macht den Eindruck, dass die Deutschen als größte Zahler in der EU mehr und mehr an Macht verlieren – an die Franzosen.
Hier ein ganz toller Kommentar, den ich 1:1 abdrucken möchte:
Es sind nicht die Ratten, die das sinkende Schiff verlassen. Es ist eher eine aussterbende Spezies von Nationalbankern mit Prinzipien, die ihre Ämter aufgeben, weil sie die Geldpolitik der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank nicht mehr mit verantworten möchten, zumal den Aufkauf von Schuldtiteln überschuldeter südeuropäischer Länder. So trat bereits Axel Weber als aussichtsreichster Kandidat auf das Amt des nächsten Präsidenten der EZB zurück; nun verkündet ihr Chefvolkswirt – Jürgen Stark – sein Ausscheiden.
Personalfragen sind Machtfragen und setzen Zeichen. Nun zeigt sich auch personalpolitisch der Abschied von der deutschen Stabilitätskultur in der Geldpolitik. Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Dafür werden nun smarte Karrieristen zu „Währungshütern“ gemacht. Man könnte – um ein weiteres Sprichwort zu bemühen – auch sagen: Nun wird der Bock zum Gärtner gemacht, wenn Ratgeber der Kanzlerin die EZB bevölkern, die maßgeblichen Einfluss auf ihren mäandernden Irrweg im letzten Jahr hatten.
Politisch unentbehrlich scheint Jörg Asmussen. Sein Name fällt nicht erst seit Ausbruch der Finanzkrise in unterschiedlichsten Zusammenhängen der Finanzpolitik. Sein Ruf als unverzichtbarer Krisenmanager scheint gefestigt. Auch hat er es geschafft mehreren Dienstherren unterschiedlicher Parteien mit Rat und Tat beiseite zu stehen.
Die Frage ist: war das auch zum Wohle Deutschlands? Eindeutig nein, denn die Bundesregierung hat ein geldpolitisches Prinzip aus seiner bewährten Bundesbankvergangenheit nach dem anderen aufgegeben, dafür aber seine zahlungsbereiten Taschen immer weiter aufgemacht. Wer sind eigentlich diese vermeintlich unverzichtbaren Staatsbeamte in der zweiten Reihe.
Jörg Asmussen ist besonders interessant, weil er als ein Teil des Problems betrachtet werden kann, als dessen Lösung und Retter er sich später andienen konnte. So hat er unter Finanzminister Eichel (SPD) die Deregulierung der Finanzmärkte kräftig vorangetrieben. Dadurch wurden jene Kreditderivate überhaupt erst in Deutschland erlaubt, welche hiesige Banken ins Straucheln brachten.
Im (nicht über jeden Zweifel erhabenen) Buch von Alexander Dill ‚Der Große Raubzug’ ist er einer der am meisten genannten Personen, die im Zwischenreich von öffentlichen Banken und Politik vor und während der Finanzkrise agierten, nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Untergang der IKB, der Gründung von Zweckgesellschaften, der Einführung unaussprechlicher Derivate und vielem anderem mehr, was zur größten Geldvernichtungsmaschine der Nachkriegszeit avancierte.
Umso selbstbewusster muss er als Krisenmanager aufgetreten sein, als der ganze Schlamassel ausgebadet werden musste; klar, denn welcher Politiker kannte sich schon aus bei dem ganzen Irrsinn. Wenn Asmussen unter Schäuble und Merkel auch noch Einfluss darauf gehabt haben sollte, die EZB endgültig zum willfährigen Instrument von Sarkozy, Berlusconi & Co zu machen, dann hat er sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern wirklich verdient, womöglich als finanzpolitischer Rasputin Deutschlands. Seine Ernennung wäre im Rahmen einer falschen Politik aber wenigstens konsequent.
Dr. Guido Kirner
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September 1st, 2011 von Andreas
Seit Jahren gibt es immer wieder schlimme Berichte über den Konzern, der im Kühlregal als “Wiesenhof” auftritt. Der Gründer und Chef spielt sich immer wieder als der Retter der gesunden und tollen Nahrungsmittelkette im Geflügelsektor auf.
Doch das ist alles nur gelogen und eine unglaubliche Marketing-Show die die schlimme Zustände bei den Mitarbeitern (naja sind ja alles Scheinselbständige!) und Tieren verdenken sollen. Hier könnt Ihr Euch ein Bild von der PR- und Marketing-Show machen. Eine TOP Internetseite, die sich nur von der besten Seite zeigt:
http://www.wiesenhof-online.de/
Toll ist es, dass es NGOs wie PETA gibt, die immer wieder auf diese Zustände hinweisen.
Super ist, dass es das Internet mit YouTube etc. gibt, die mit Wort, Bild und Ton die Berichte dieser Zustände veröffentlichen.
Doch leider erreicht man so nicht den Großteil der Bevölkerung.
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Juni 23rd, 2011 von Andreas
»Lost« ist das Synonym
Unfassbar! Bitte mal lesen.
Quelle:
Junge Welt 23.06.2011 , Wissenschaft & Umwelt, Seite 15
Von Wolfram Metzger
Senfgas,
könnte man meinen, gehört ins Zeughaus, wo altertümliche Waffen ausgestellt werden, die im modernen Krieg keine Verwendung mehr finden. Wer jedoch den englischen Begriff »sulfur mustard« in die zentrale internationale Datenbank
für medizinisch-wissenschaftliche Literatur (»pubmed«) eingibt, kann ein wachsendes Interesse der biomedizinischen Forschung an diesem Kampfstoff feststellen. Für das Jahr 2000 sind 13 Publikationen auf internationalem Niveau
aufgelistet. Bei stetig steigender Tendenz sind es im Jahr 2010 bereits 44 Artikel.
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Juni 2nd, 2011 von Admin
Die Hess Natur Textilien GmbH ist ein 1976 von Heinz Hess gegründetes Öko-Modelabel. Das in Butzbach ansässige Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter und hat Filialen in Butzbach, Hamburg und München. Das Sortiment, das ökologisch reine Kleidung vom Säugling bis zum Erwachsenen und Heimtextilien umfasst, wird in Deutschland, Schweiz, Österreich und USA an einen Kundenstamm von ca. 700.000 KundInnen vertrieben. hessnatur ist im gesamten deutschsprachigen Raum Marktführer auf dem Naturtextilmarkt.
hessnatur hat mit der Pleite von KarstadtQuelle ein Problem. Aus diesem Grund sollte die Ökofirma verkauft werden. Angeboten hatte sich der Finanzinvestor Carlyle, der sich hauptsächlich im Bereich Rüstungsindustrie bewegt. Mit dem Verkauf an Carlyle droht hessnatur ein erheblicher Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust bei den Kunden. Die dadurch wahrscheinlich eintretenden Umsatzeinbußen gefährden die Arbeitsplätze im Unternehmen. Die Kunden haben bereits Boykott angekündigt. ATTAC und die Belegschaft von hessnatur haben einen neuen Weg gesucht. Die Kunden sowie interessierte Leute können mit einer Genossenschaft das Unternehmen übernehmen. Die Konzept sind erarbeitet und nun steht ein Angebot zur Übernahme.
Damit zeigt ATTAC dem Invstor die rote Karte und kann beweisen, dass die Konzepte von demokratischer Unternehmenskultur mit Transparenz und Beteiligung tragfähig sind.
Wer noch auf den fahrenden Zug aufspringen möchte, informiert sich hier:
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April 27th, 2011 von Andreas
Constanze Kurz und Frank Rieger (beide CCC) beleuchten in ihrem gerade erschienenen Buch, das Treiben der Wirtschaft und des Staates beim Datensammeln. Es ist zu einer Industrie geworden, Daten zu sammeln, Profile zu erstellen und zu verkaufen. Die Namen der entsprechenden Firmen kennt jeder (zum Teil auch durch die BigBrotherAwards), und viele nutzen solche Angebote in der irrigen Annahme, dies geschehe umsonst (statt unentgeltlich). Man bezahlt mit seinen Daten.
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